Großfeuer in Harburger Lagerhalle
Am 02.01.2012 wurde die Feuerwehr gegen 14:30 Uhr zu einem Feuer in einer Lagerhalle in Harburg alarmiert.
Auch wenn die FF Fuhlsbüttel bei dieser Einsatzlage nicht vor Ort war, möchten wir Ihnen einen kurzen Überblick über die Ereignisse des größten Hamburger Brandes seit einigen Jahren geben.
In einem Industriegebiet in Harburg kam es zu einem Feuer in einer Gewerbehalle mit einer Größe von 100 x 30 Metern. Erste Untersuchungen deuten nach aktuellem Kentnissstand auf einen technischen Defekt hin. In der Lagerhalle wurde zum Großteil Kautschuk gelagert. Kautschuk wird zum Beispiel zur Herstellung von Autoreifen benötigt. Gasflaschen, Fässer mit Öl, sowie gasbetriebene Gabelstabler erschwerten die Lage und erhöhten das Risiko für die Einsatzkräfte. Die dadurch entstandenen Feuerbälle waren bis zu 100 Meter hoch und waren im gesamten Hamburger Stadtgebiet zu sehen.
Die Alarmstufe wurde in mehreren Schritten bis zu "FEU8" erhöht. Die 8 Berufsfeuerwachen und über 30 Freiwilligen Feuerwehren waren mit über 300 Einsatzkräften vor Ort. Ergänzend waren auch das technische Hilfswerk mit Pumpengruppen und Radladern, sowie zwei Löschboote der Feuerwehr Hamburg im Einsatz.
Aufgrund der hohen Gefahr und Temperaturen über 1000 Grad Celsius, war es zu heiß für einen Innenangriff und daher unmöglich die Halle zu retten. Laut dem Pressesprecher der Feuerwehr Hamburg drohte der komplette Industriebereich abzubrennen. Daher wurde wurde das Hauptaugenmerk auf die Sicherung der Nachbarschaft geworfen. Hierzu gehörten ein Tankstelle und mehrere Gebäude im angrenzendem Indutsriegebiet. Die Halle wurde zeitgleich über Teleskopmasten und Groß-Wasserwerfer gekühlt.
Verletzt wurde zunächst niemand. Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr. Dieser konnte das Krankenhaus aber bereits am Abend wieder verlassen.
Derzeit stehen die Behörden vor schwierigen Aufräumarbeiten. Die klebende Kautschukmasse muss von der Umgebung und Feuerwehrgeräten entfernt werden. Betroffen sind unter anderem mehrere Löschfahrzeuge der Feuerwehr Hamburg. Eine Spezialfirma versucht die Reinigung des Kautschukbreis aktuell mit 500 bar Wasserdruck und Wasserdampf. Die Umweltbehörde rechnet in den nächsten Tagen mit einem Ergebnis, ob und wie die Stoffe aus Gewässern und Sielen entfernt werden kann. Das Bezirksamt Hamburg berät außerdem, wie man mit der auf 800 Metern verklebten Nartenstraße verfahren will.
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Quellen: