Alarmierung
In einer Großstadt wie Hamburg, mit 87 freiwilligen Feuerwehren sowie ca. 3000 Freiwilligen Feuerwehrleuten, ist es erforderlich, das ein flexibles und modernes System für die Alarmierung eingesetzt wird. Während die Alarmierung in früheren Zeiten über Telefonketten und Sirenen erfolgte, werden die Einsatzkräfte seit 1978 über Funkmeldeempfänger alarmiert. Mit der Einführung der funkgestützten Alarmierung wurden die Feuerwehrleute mit Funkmeldeempfängern vom Typ Telesignal B ausgestattet. Dieses Gerät hatte in etwa die Größe eines früheren Handfunkgerätes und wurde auf Grund seiner Form und seiner orangen Farbgebung in Feuerwehrkreisen auch "Ziegelstein" genannt. Ein Nachteil dieser Geräte war, dass sie sich, obwohl sie sehr unhandlich waren, in ständiger Hörweite des Trägers befinden mussten, da ein erfolgter Alarm nicht im nachhinein angezeigt wurde. Ende der 80'er Jahre wurden die Telesignal B durch die kleineren und handlicheren Telesignal C und E ergänzt, die jedoch aufgrund ihrer geringen Zahl in der Regel Führungskräften vorbehalten waren. Diese Geräte waren etwas größer als eine Zigarettenschachtel und konnten die Alarme durch eine Blinklampe anzeigen. Ein Nachteil der Funkmeldeempfänger war, dass die Einsatzorte per Sprachdurchsage durchgegeben wurden. War die Durchsage zu undeutlich, musste der Einsatzort bei der Einsatzleitzentrale nachgefragt werden. Im Jahre 1993 wurde die Alarmierungstechnik der Feuerwehr Hamburg auf ein digitales Alarmierungsverfahren umgestellt. Die "Ziegelsteine" wurden durch digitale Meldeempfänger (DME) des Typ Swissphone Patron ersetzt. Dieses Gerät erinnert in Größe und Form an einen handelsüblichen Pager, ist also kleiner als eine Zigarettenschachtel, und lässt sich problemlos mitführen. Auf den Geräten können bis zu vier Alarmierungsschleifen einprogrammiert werden, so dass z.B. Führungskräfte sowohl als Einzelpersonen als auch als Mitglied ihrer Wehr alarmiert werden können. Ein Alarm wird auf einem beleuchteten LCD-Display angezeigt. Abkürzungen informieren über die Art des Einsatzes (FEU für Feuer ) sowie die weiteren alarmierten Kräfte, auch Einsatzort und besondere Informationen werden über das Display weitergegeben. Vier unterschiedliche Signaltöne (siehe unten) zeigen an ob es sich bei der Alarmierung um einen Vollalarm, einen Kleinalarm, eine Erstversorgung oder einen Bereitstellungseinsatz handelt. Ein Speicher ermöglicht, dass die letzten 20 (je nach Gerätetyp auch mehr) Alarmierungenauf dem Display ständig wiederabrufbar bleiben. Seit der Einführung der neuen Feuerwehr-Einsatzleitzentrale (FELS), Ende der 90'er Jahre, werden die Wehren zusätzlich zur DME-Meldung, per Fax in ihr Feuerwehrhaus mit weiteren einsatzrelevanten Daten sowie geeigneten Anfahrtswegen versorgt.
